Wasser Element
2010-01-24 14:40 von Gudrun Graf (2 Kommentare)
Die Weisheit der Schildkröte:
Die Geschichte des Unerfahrenen, der auf seinen Lehrer trifft!
Einleitung:
Taositische Bücher erzählen uns, dass im Wasserelement die Zeitspanne des Menschen geregelt ist. In den Nieren liegt unser Grundkapital, die Essenz eines jeden Menschen und unsere Konstitution. Man kann damit wuchern oder sparsam umgehen. Im Funktionskreis des Wassers wird Mark produziert. Das füllt Gehirn und Knochen. Die Nieren beherrschen die Flüssigkeiten im Körper. Sie öffnen sich durch Blase und Ohren und zeigen ihre Stärke im Glanz unseres Kopfhaares. Unser inneres und äußeres Gleichgewicht, unser inneres und unser äußeres Hören. Unsere Zeugungskraft und unsere Hormone. Unsere ganze nervliche Verfassung steht in Beziehung zum Wasserelement, wie auch unser Denken, unser Intellekt und unser Wille.
Schauen wir uns - sozusagen aus taoistischen Augen - unsere Reise zwischen Geburt und Tod einmal an!
Ist es der Fall, dass du das erstemal eine Reise ins Tao machst? Dann genieße einfach die lustigen Wörter, du mußt sie dir nicht merken. Lass sie einfach vorbeiziehen - wie bunte Perlen!
Wir entstehen beim Zusammentreffen zwischen Eizelle und Sperma. Meridiane sind Energiebahnen. Spezielle Meridiane, die sogenannten acht Wundergefäße, bestimmen unsere Form. Sie stehen in direkter Verbindung zu unseren Nieren. Dein Vater, deine Mutter, haben bei deiner Zeugung all ihre Energie und Substanz gegeben. Das Beste von Beiden! Chong Mai heißt jener Meridian, der dein Herz mit dem deiner Mutter verband. Wellenartig erlebtest du so all ihre Gefühle mit: Glück, Freude genauso wie Verwirrung und Trauer. Und P'o heißt unsere instinktive Lebenskraft, die bei deiner Geburt aktiviert wurde. Diese Kraft half dir, selbständig zu atmen, zu nuckeln und auszuscheiden. Von da an, warst du von deiner Mama getrennt.
Die Chinesen nennen das Geschenk der Eltern, die in den Nieren gespeicherte Energie, Jing. Es liegt an uns, diese Energie anzunehmen, sie zu bewahren und sie zu schützen.
Durch die bedingungslose Liebe der Eltern wird der Selbstwert des Kindes gestärkt. Es kann unerschütterliches Vertrauen entwickeln. Und es erkennt das Erbe der Eltern als Geschenk des Himmels. Wir Kinder, wir müssen es nur annehmen, dieses Geschenk unserer Ahnen. Dann entdecken wir unsere wahren Begabungen mühelos. Jeder von uns ist das vorübergehende, vorläufige Ende der Menschheitsgeschichte. Unser Selbst wird zu einer langen Ahnenkette hinzugefügt. Wir bilden das Glied für diejenigen, die nach uns kommen. Und bin ich mit dem einverstanden, dann bekommt mein Sein einen Sinn!
Wenden wir uns ein wenig der Angst zu:
Wir Menschen sind zutiefst verunsichert. Im unseren Innersten spüren wir den ewigen Wandel. Das ständige Entstehen und die daraus folgende Auflösung. Geburt und Tod. Die Chinesen sehen im Tod die Krönung des Lebens. Sie ehren ihre Ahnen und geben uns folgenden Rat: "Tot sind wir alle gleich! Warum nicht schon im Leben sich um den nächsten sorgen und sie lieben!"
Ängstlichkeit entsteht durch negative Gedanken. Diese kreieren sich selbsterfüllende Prophezeiungen. Bei wirklicher Gefahr sichert Adreanalin unser Überleben. Verwenden wir es aber ständig, nur um einen Kick zu bekommen, sind wir bald geschwächt. Das Nieren-Qi, das ist unsere Energie in den Nieren, kann dann nicht mehr fließen. Es erstarrt. Es kommt zu Angstzuständen, zu Panikattacken, zu Paranoia und Zwangsvorstellungen.
Erleben wir großes Unrecht, sind wir in unserer Würde getroffen. Die Würde ist das seelische Rückrat des Menschen. Wir sprechen dann von einem Trauma. Und es kann zu einem Rückzug der Persönlichkeit kommen. Wie z.B. bei sexuellen Übergriffen, Unfällen oder Krieg.
Ja, wir haben Angst. Angst den Körper zu verlieren, Angst vor dem Ende! Wir versuchen das Sterben mit Geld und Schönheitsoperationen wegzuschieben. Versagt die äußere Rentenversicherung - Wohlstand und tolle Partner - dann winkt uns eine dunkle Person in unserem Inneren. Die Sprache erzählt uns von ihr: Uns rutscht das Herz in die Hose, es geht uns an die Nieren, die Knie schlottern und der Angstschweiß beweist uns, das wir - Angsthasen sind!
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Grüße Peter
Bleibst du mutig stehen und siehst ihr direkt in die Augen, kannst du Wunder erleben! Aber, Peter, das heißt noch immer nicht "nur noch" Sonnenseite!!!