Echo aus der Vergangenheit 2

2018-02-22 21:29 von Gudrun Graf (0 Kommentare)

Nervenzellen

Teil 2 von 2

Die Hypothek oder der/die Verhinderer auf dem Weg ins Glück

Zahlreiche Selbsthilfebücher versprechen uns Glück und Erfolg. Warum landen wir immer wieder in der Sackgasse, trotz der guten Rezepte, der Übungen und Mantras?

Wir kommen der Familiengeschichte nicht aus.

Was verhindert den Erfolg?

Vor allem, die unbewältigten Gefühle gegenüber der Mutter:
Das kann eine frühe Trennung sein, die sich auswirkt, wie sicher und überlebensfähig wir uns fühlen (auch materiell). Mit der Ablehnung der Mutter bleibt das Leben fern. Sicherheit, Geborgenheit und Fürsorge sind Mangelware. Soviel auch da ist, es ist nie genug!
Auch ein Sohn, der den Vater ablehnt, wird schwer die Verantwortung zur Gründung einer eigenen Familie übernehmen.

Man kann auch beide Elternteile ablehnen. Dann hängen dunkle Wolken über dem Leben. Unbewusst wiederholt man Altes, schafft Konflikte; Es entstehen Projektionen auf Kollegen und Vorgesetzte, mögliche Partner. Missglückte Geschäfte, zerbrochene Ehen. Bis man irgendwann drauf kommt, dass man in den Fußstapfen des abgelehnten Elternteils steckt!

Aber um verstrickt zu sein, müssen wir die Eltern nicht unbedingt ablehnen. Auch bei anderen Familienmitgliedern wahren wir bei Unglück und Misserfolg Loyalität! Hier sind wir angehalten, zu forschen: WER meiner Ahnen, hat ein schweres Schicksal gehabt:

Fehlschläge, Betrug, Erbstreiterei, Unterschlagung, unlautere Geschäfte, Leid, Armut, Krieg, Hungersnot, Heimatverlust, Verfolgung u.a.

Wie durch einen Treueschwur sind wir solidarisch gebunden.

Zusammenfassend können wir festhalten: Hindernisse zum Glück, zu einer liebevollen Partnerschaft, zu eigenem Erfolg entstehen als Folge unseres eigenen Handelns, unserer Beziehung zu den Eltern oder einer leidvollen Verstrickung im System.

Die Heldenreise

1913 arbeitete C.G. Jung schon mit „Aktiver Imagination". Unser Geist hat die Fähigkeit Heilung über Bilder zu finden. Es gibt verschiedenste Wege zu lernen, sich selbst wahrzunehmen, zu beruhigen, zu spüren. Je mehr wir üben, wird sich unser Gehirn verändern.

Ein kurzer Ausflug in die Wissenschaft

Durch die Forschungsarbeit von Jack Gallant, Neurowissenschaftler in Berkeley, Californien (utube) wissen wir heute, welch immensen Einfluss Sprache auf unser Denken hat.

Schon 1949 hat Donald Hebb (Entdecker der synaptischen Plastizität) herausgefunden, je häufiger Neuronen im Hirn gleichzeitig aktiv sind (z.B. A und B), sie eine Verbindung herstellen. Diese neuen Verbindungen bewirken eine Veränderung der synaptischen Übertragung: Neurophysiologisch heißt das dann: NEURONS THAT FIRE TOGETHER; WIRE TOGETHER (Neuronen, die gemeinsam feuern, verschalten sich auch).

Diese Verbindungen verstärken und festigen sich umso mehr, je öfters bestimmte Neuronen gleichzeitig aktiv werden; Sie werden auch durch unsere Sprache abgerufen.

Anders ausgedrückt: Je öfter wir etwas hören (sagen, lesen), damit bestimmte Ideen in Verbindung bringen, desto mehr formen wir unser Denken!

Bei wiederholter Erfahrung reagiert das Hirn - egal ob wir mit der Vorstellung arbeiten, oder es real erfahren!

Diese Erkenntnis hilft uns bei verschiedensten Therapieformen (systemische Aufstellungen, Somatic Experiencing, Polyvagal Therapie, Ego States, Trance...) begleitet von Körperarbeit (Chi Nei Tsang, Cranio Sacral, Feldenkrais, Ki Kung...) und Meditation.

Der Weg zum Glück

Respekt und Würde kann Unerledigtes aus der Vergangenheit heilen. Erkenne, dann wird das Erkannte zur befreienden Ressource!

Wichtig ist zu erkennen, was war! Dann kann ich das leidvolle Erbe liebevoll zurückgeben. So heilt Vergangenes und erlaubt uns, frei und unbelastet zu leben. Wenn wir dann den Körper wahrnehmen und atmen, entsteht Neues. Es ist der Körper, der sich mit jeder Achtsamkeit verändern wird, sich nun an Wohlgefühl erinnern kann, mit jeder Erdung darf er wiederholt Heilung erfahren. Das Hirn beruhigt sich durch die Wiederholung. Achtsamkeit, neue Gedanken, Bilder und gute Gefühle breiten sich aus und bleiben erhalten.

Dann können wir auf unsere Ahnen schauen und sind fähig, die Liebe im Ursprung zu erkennen, das Gute, das uns trägt und uns alle verbindet. Sie ist wohl die wirkungsvollste Medizin!

Wenn ihr selber Eltern seid, ein Appell - seid ehrlich zu euren Kindern!

Ich wünsche gutes Gelingen!

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Gudrun ist diplomierte Qi-Gong-Lehrerin und Naturheiltherapeutin lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Neben Tao und Chi Nei Tsang hat sie sich auf Familienaufstellungen spezialisiert.

Sie freut sich auch über Ihren Besuch auf: Xing,

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