Echo aus der Vergangenheit 1

2018-01-26 20:49 von Gudrun Graf (1 Kommentare)

Steinpyramide

Haben die Gefühle der Ahnen Einfluss auf die nachfolgenden Generationen?

Teil 1 von 2

Prägung aus der Kindheit

Viele wissenschaftliche Studien zeigen uns, dass eine schwierige Beziehung zu den Eltern nicht nur körperlich krank macht, sondern auch unsere späteren Beziehungen, sei es in der Arbeitswelt oder Partnerschaft, prägt.

Es gibt Menschen, die sich nicht an ihre Kindheit erinnern können! Begründet liegt das an frühen Erfahrungen des Kindes, in denen es seine Geborgenheit - seine Sicherheit - bedroht sah. Es versuchte sich zu schützen und verschanzte sich hinter einer Mauer.

Im Fall einer anhaltenden Bedrohung entwickelt das Kind ein Verhalten, in dem es weder auf Angenehmes noch auf Trost reagieren kann. Die Welt verdunkelt sich.

Ängste und Schmerzen werden im Langzeitgedächtnis leichter gespeichert. Die Evolutionsbiologen sprechen von „negativer Voreingenommenheit", die diese Menschen später beherrscht. (In der Evolution war das sicher sinnvoll, um die Menschen vor Gefahren zu schützen!)

Prägung aus Traumata

Es gibt weltweit einen großen Erfahrungswert bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) von Menschen aus Kriegsgebieten:

  • Es wird geschätzt, dass in den USA zehn Prozent der Bevölkerung von einer PTBS betroffen sind. Besonders Soldaten und deren Kinder sind höchst gefährdet!
  • In Kambodscha leiden nach zwei Jahrzehnten Krieg die Nachkommen an Depression und Ängsten.
  • In Vietnam ist in den letzten Jahren (im Frieden!) die Suizidgefährdung in die Höhe geschnellt.
  • In Ruanda wurden 800.000 Menschen ermordet. Die Kinder leiden unter Zwangsvorstellungen und Angst.
  • In den Reservaten Amerikas herrscht die höchste Selbstmordrate in der westlichen Welt.

Man erkennt die ausgestreckten Arme der Traumata!

Die Angst, der Schmerz, lösen sich nicht von selbst auf!

Traumata werden unbewusst als Erbe an die nachfolgende Generationen weitergegeben. So lebt Verschwiegenes weiter und taucht im Leben der Nachkommen auf. Als Fragmente, ein Echo aus der Vergangenheit, ein Phantom, das über Körper und Geist der Kinder auf Erlösung hofft.

Viele Therapieformen wie z.B. Systemische Familientherapie, Somatic Experiencing, Ego States-Therapy wie auch die Wissenschaft (Neurowissenschaft, Epigenetik, Zellbiologie) beschäftigen sich mit diesem Thema und können Muster erkennen.

Wie erkennen WIR unsere Verstrickung mit den Ahnen?

  • Musterwiederholung von Erkrankungen
  • Depressionen
  • Ängste
  • Beziehungsprobleme
  • finanzielle Nöte
Wie eine Hypothek liegt die Geschichte der Ahnen auf unserer Seele:

Der Großvater, der das ganze Geld verspielte, der Onkel, der in Sibirien erfror, die Urtante, die ohne Hab und Gut aus ihrer Heimat fliehen musste. Dann leidet ein Nachkomme plötzlich an Schlaflosigkeit, Geldmangel, kriegt nichts auf die Reihe und ein anderer hat absolut kein Glück in der Liebe. Der Körper reagiert auf die Erinnerung somatisch, wird krank. Ein Enkel ²steht wie neben sich", man leidet an Einsamkeit, Trauer. Angst und Scham. Über der Familie hängt ein Tabu.

Durch unsere Sprache, bei der Beschreibung unserer Probleme, können wir oft das Muster erkennen, aus dem unsere Familie gewoben ist. Das Familiengedächtnis entsteht als Muster vor unserer Geburt im Hirn und ist dort fest verankert.

Nach der Geburt ist die Beziehung von Mutter und Kind so eng, dass es bei einer eventuellen Trennung zu Symptomen wie bei einer Sucht - schmerzhaft wie ein kalter Entzug - kommt. In seiner Verzweiflung „gibt das Kind auf", fühlt sich „nicht ganz". Hier liegt die Wurzel von Vertrauensverlust und dem Gefühl „nicht wertvoll" zu sein!

Der lange Weg nach Hause:

In der Folge kommt es zur Ablehnung der Mutter (der Eltern) und viele machen sich als Erwachsene auf die Suche nach einem besseren Vater (bessere Eltern). Oft verhindert das Suchen, das Gesuchte zu finden. „Was willst du nicht sehen?" fragen die Meister, Schamanen und andere Gurus. Die besten von ihnen geben den Rat: „Geh nach Hause und schließe Frieden".

Das Problem ist der größte Lehrer von allen!!! Je mehr man sich wehrt, umso hartnäckiger wird das Problem; Sich zu wehren ist also das beste Rezept, dauerhaft zu leiden.

Heute wissen wir, dass eine Heilung über Erkenntnis und positive Körpererfahrung erfolgen kann!

Aus den Familien werden nicht nur Not und Verzweiflung weitergegeben, sondern auch Stärke und Resilienz!

Dann kann es zur Versöhnung mit dem Schicksal kommen!

(weiterlesen Teil 2)

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Franz Rohrmoser | 2018-02-02
Liebe Gudrun,
habe deinen Link über die Traumas der Ahnen gelesen und finde das ist eine gute Analyse.
Liebe Gruesse Franz
*
*
Was ist die Summe aus 9 und 3?*

Sie haben Fragen, oder wollen einen Termin vereinbaren? Dann gleich unverbindlich Anfragen

english

Finden Sie heraus was Kunden über Gudrun sagen. Empfehlungen lesenGudrun G. Graf

Gudrun ist diplomierte Qi-Gong-Lehrerin und Naturheiltherapeutin lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Neben Tao und Chi Nei Tsang hat sie sich auf Familienaufstellungen spezialisiert.

Sie freut sich auch über Ihren Besuch auf: Xing,

Ihnen gefällt diese Seite? Bitte setzten Sie ein und teilen sie mit Ihren Freunden.
Contao Themes